Viszerale Osteopathie
Dieser Bereich widmet sich speziell der Behandlung innerer Organe (Viszera).
Entwickelt wurde die Viszerale Osteopathie von J. P. Barral, und Dr. Weischenk. Sie wird insbesondere in frankophonen Ländern praktiziert und ist in Deutschland noch relativ unbekannt.
In der Viszeralen Osteopathie werden die Organe direkt, sanft und oft mit schnellem Erfolg behandelt. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu den sie einhüllenden oder stützenden Muskel- und Bindegewebe getastet und behandelt. Diese Bewegungen werden in der Viszeralen Osteopathie ät genannt.
So können ligamentöse Anheftungen der Organe mobilisiert, Verklebungen gelöst und gestaute Gewebe drainiert werden. Dadurch wird die Funktion der Organe unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst.
In der Viszeralen Osteopathie besitzt das Wissen um die embryonale Entwicklung der Organe eine große Bedeutung, da sich aus der “ embryonalen Entwicklungsbewegung” (Ascensus, Descensus) die jedes Organ vollzieht eine feine tastbare Bewegung ergibt welche das jeweilige Organ als Ausdruck seiner Vitalität fortwährend ausführt. Diese Bewegung wird in der Viszeralen Osteopathie Motilität genannt.

Der Osteopathische Behandler tastet (palpiert) diese feine Eigenbewegung und kann sich so ein Bild von der der Gesundheit des jeweiligen Organes machen. Durch eine sanfte Förderung dieser Bewegung kann die Vitalität des Organs angeregt und die Selbstheilungskräfte können aktiviert werden.
Anwendungsbeispiele für einen Behandlung mit Viszeraler Therapie:  
Chronische Verdauungsbeschwerden*
Magenschmerzen und Erkrankungen des Magens*
funktionellen Problematiken der Leber und Galle
Nieren- und Blasenerkrankungen
Inkontinenz
Menstruationsbeschwerden
Prostatabeschwerden
Organsenkungen (Ptosen)
funktionellen Herzbeschwerden
Lungenleiden (Asthma, Krupp, chronische Bronchitis)
Allergien, Heuschnupfen
Allgemeine Immunstimulation und chonische Müdigkeit
Nachsorge nach Operationen (Narbengewebe)
chronische organbedingte Rückenbeschwerden
Lymphatische Stauungen
schlecht heilende Wunden (nicht bei Geschwüren und Tumoren)

Viszerale Osteopathie (Synonym: Viscerale Osteopathie, Viszeralosteopathie)
Hier geht es um die Beweglichkeit (Mobilität) der Organe zueinander und zu dem einhüllenden und stützenden Muskel- und Bindegewebe. Darüber hinaus um die Eigenbewegung eines Organs in sich selbst (Motilität). Der Osteopath erspürt Einschränkungen von Mobilität und Motilität der Organe und behebt diese durch gezielte Griffe. Durch diese Behandlung können Verklebungen gelöst oder Gewebestauungen drainiert werden. In dessen Folge kann die Funktion des Organs wieder hergestellt werden. Die viszerale Arbeit Hier wird eingegangen auf die engen physiologischen Zusammenhänge zwischen Muskelskelett-System und viszeralem Bereich: die somato-viszeralen und viszero-somatischen Wechselbeziehungen. Beispiele von Indikationen:
Viszerale/organische Dysfunktionen durch Verletzungen und/oder Blockaden im Bereich der Wirbelsäule
Schmerzen organischen Ursprungs mit Ausstrahlung in die Wirbelsäule
Bewegungseinschränkungen von Organen in ihrer Gewebshülle. Die zu Verspannungen im Muskelskelettsystem führen
Organsenkungen, die Druck auf Blutgefäße, Nerven etc. auslösen und Funktionsstörungen hervorrufen
Narbenverwachsungen und Narbenverklebungen